Hack the System

24.07.2015 11:12

Neulich in unserem Kuschelbereich, bis in die Haarspitzen motiviert und nach Servicedienstleistung am Bürger lechzend, fuhren wir unsere menschelnden Ecken ab, auf der Suche nach einer Möglichkeit uns anzudienen.

Endlich, … um 05:00 Uhr in der Frühe ergibt sich spontan eine Option. Wir werden auf unserer Partymeile von drei androgynen Neukreuzbergern erwartet, die uns auch sofort darauf hinweisen, dass wir etwas spät dran seien und dies nicht cool sei. Ein Nasenrümpfen später schien diese Tatsache vergessen und sie begannen sogleich, uns an ihrem aufregenden Nachterlebnissen teilhaben zu lassen.

Sie genossen in einer Kneipe ausschweifend die Möglichkeiten einer fehlenden Polizeistunde. (Polizeistunde=Faschismus Anmerkung des Autors) Bis zu dem Moment, wo ein Geflüchteter, welcher in der Kneipe sein Tages/Nachtgeschäft nachging, eine Möglichkeit sah, seine Not zu lindern, indem er die Geldbörse unseres Neukreuzbergers stahl. Der Bestohlene bemerkte diese Handlung zunächst gar nicht. Erst als ein Türsteher mit Migrationshintergrund den Geflüchteten körperlich darauf hinwies, dass Diebstahl unerwünscht sei, bemerkte der Bestohlene seinen Verlust.

Alsdann nahm der Türsteher all seinen Mut zusammen und schüttelte das Diebesgut aus dem, nunmehr aus mehreren Gesichtsöffnungen blutenden, Geflüchteten heraus. Nun lag das Portemonnaie auf dem Boden, und nun realisierten auch unsere Neukreuzberger die Gesamtsituation.

Es mag die bibelfesten engstirnigen Repressionisten geben, die dieser Situation mit einer gewissen Genugtuung etwas von gerechter Strafe abgewinnen können, aber unsere Metromänner sind selbstverständlich geistig weiter entwickelt und gehen auf den Türsteher los, weshalb man einen Menschen so hart anpackt, wo er doch schon gesamtgesellschaftlich nur Ablehnung erfährt. Der vermeidliche Schutzengel, musste sein Opfer loslassen und sich mit einer Debatte auseinandersetzen, die er so sicherlich nicht erwartete hatte, in dieser Zeit flüchtete der Geflüchtete. (schon wieder) Der Schläger musste sich eingestehen, dass er sich falsch verhalten hatte und ging seiner Wege, er wirkte verständnislos bis verstört, was ein klarer Indikator dafür ist, dass gerade Menschen aus dem russischen Raum noch immer Gewalt als Problemlösungsstrategie präferieren. Es liegt auf der Hand, ein normenverdeutlichendes Gespräch hätte dem Geflüchteten mehr geholfen, denn es muss als Hilfeschrei verstanden werden, wenn Menschen, die in größter Not hier herkommen, stehlen müssen, um ihren Unterhalt zu bestreiten. Aber wie oft haben wir darauf schon hingewiesen.

In diesem Sinne

Bis neulich